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Ressourcen für Fachkräfte

Hier finden Digitale Ersthelferinnen und Ersthelfer, CSN-Praktikerinnen und -Praktiker sowie Vorfallexpertinnen und -experten vertiefende Materialien, Original-Dokumente, Checklisten und Werkzeuge.

Die Materialien werden derzeit für die Veröffentlichung vorbereitet; die Repositories (GitHub, Codeberg) folgen.

Thema: Beweissicherung bei Verdacht auf Überwachung durch Amazon Echo / Alexa in Wohngemeinschaften (§ 201 StGB).
Klassifizierung: TLP:CLEAR — darf frei weitergegeben werden.
Stand: März 2026.

Original-Dokumente

Beweissicherung Amazon Echo — PDF-Leitfaden PDF, ca. 127 KB — TLP:CLEAR in Vorbereitung

Plattform-Spiegel

Die Materialien-Repositories sind noch in Vorbereitung. Sobald sie veröffentlicht sind, dienen GitHub und Codeberg als Spiegel.

GitHub — Repository Alle Dokumente, Infografiken, Video in Vorbereitung Codeberg — Spiegel-Repository Identischer Inhalt, alternative Plattform in Vorbereitung YouTube — Erklärvideo Verdacht auf Echo-Spionage (mit Untertiteln)

Technische Details für Fachkräfte

  • MAC-Adressen Amazon Echo: Beginnen mit 44:65:0D oder 68:37:E9.
  • Router-Protokolle (FritzBox): Unter „System" → „Ereignisse" → „Internetverbindung" exportierbar. Verdächtige Verbindungen zu Amazon-Servern außerhalb aktiver Nutzungszeiten dokumentieren.
  • Drop-In-Funktion: Ermöglicht Echtzeit-Mithören ohne sichtbare Anzeige am Gerät. In der Alexa-App unter „Kommunikation" → „Drop In" konfigurierbar.
  • DSGVO-Auskunft: Betroffene können unter amazon.de/privacy eine Kopie ihrer Daten anfordern — betrifft jedoch nur das eigene Konto.
  • Rechtsgrundlage: § 201 StGB — Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes. Strafrahmen bis 3 Jahre Freiheitsstrafe. Polizei kann Amazon zur Herausgabe von Aktivitätsdaten und Sprachaufzeichnungen verpflichten.

Zum Laien-Leitfaden (einfache Sprache)

Thema: QR-Code-Phishing gegen „Gekoppelte Geräte" bei Signal und WhatsApp. Schwerpunkt: staatliche russische Akteure („Star Blizzard" / „Coldriver") gegen Zivilgesellschaft, Journalismus, Diplomatie und Militär.
Klassifizierung: TLP:CLEAR — darf frei weitergegeben werden.
Stand: März 2026.
Technische Grundlage: Veröffentlichung des niederländischen NCSC-NL (März 2026).

Original-Dokumente

Phishing Signal / WhatsApp — PDF (DE) PDF, ca. 9,4 MB — TLP:CLEAR in Vorbereitung Cyberadvies NCSC-NL (NL) — Originalpublikation PDF, ca. 1,1 MB — TLP:CLEAR in Vorbereitung Erklärvideo: Phishing-Betrug auf Signal und WhatsApp MP4, ca. 37 MB — TLP:CLEAR in Vorbereitung Infografik — Erkennung JPG, ca. 650 KB — TLP:CLEAR in Vorbereitung Infografik — Schutzmaßnahmen JPG, ca. 680 KB — TLP:CLEAR in Vorbereitung

Plattform-Spiegel

GitHub — Ordner phishing/ Alle Phishing-Materialien in Vorbereitung Codeberg — Ordner phishing/ Identischer Inhalt, alternative Plattform in Vorbereitung

Technische Details für Fachkräfte

  • Angriffsmechanismus: Missbrauch der regulären Funktion „Linked Devices" (Signal) bzw. „Companion Mode" (WhatsApp). Opfer scannt einen vom Angreifer erzeugten QR-Code — Angreifer-Gerät erhält Zugriff auf neue eingehende und ausgehende Nachrichten in Echtzeit.
  • Social-Engineering-Vektoren: Gefälschte Signal/WhatsApp-Benachrichtigungen, gefälschte Gruppeneinladungen („Secure Chat"), kompromittierte Accounts bekannter Kontakte, Zeitdruck und Autoritätssimulation.
  • Attribution: Google TAG / Microsoft Threat Intelligence berichten über Star Blizzard (Coldriver, UNC4057) — FSB-affiliierter russischer Akteur. Technik wird auch von nicht-staatlichen Gruppen kopiert.
  • Erkennungsindikatoren auf Endgeräten: Unbekannte Sitzungen unter Einstellungen → Gekoppelte / Verknüpfte Geräte. In Signal zusätzlich: neue „Sicherheitsnummer" bei Kontakten.
  • Gegenmaßnahmen auf Organisationsebene: Mobile Device Management (MDM) mit Policies gegen QR-Code-Scan aus externen Quellen, Awareness-Trainings, Signal-/WhatsApp-Ersatz durch Enterprise-Messenger mit Device-Attestation (z. B. Matrix / Element mit SSO).
  • Rechtsgrundlage: § 202a StGB (Ausspähen von Daten) und § 263a StGB (Computerbetrug). Bei nachrichtendienstlichem Hintergrund zusätzlich §§ 99, 100 StGB (geheimdienstliche Agententätigkeit).

Zum Laien-Leitfaden (einfache Sprache)

Die vertrauliche Beweissicherung ermöglicht Gewaltopfern die zeitnahe medizinische Dokumentation und Spurensicherung ohne Einschaltung der Polizei. Die Asservate werden rechtssicher gelagert; die betroffene Person entscheidet später, ob Anzeige erstattet wird.

Rechtsgrundlage

  • SGB V § 27 Abs. 1a (seit 01.03.2020): Krankenkassen tragen die Kosten in einigen Bundesländern.
  • Istanbul-Konvention (Art. 25): Verpflichtung zu niedrigschwelligen Schutz- und Unterstützungsangeboten für Opfer sexualisierter Gewalt.

Fach-Anlaufstellen

GOBSIS — Gewalt-Opfer-Beweissicherungs-Informationssystem Standards und Anleitungen für medizinisches Personal ODABS — Gewaltschutzambulanzen finden Regionale Suche, 7 Sprachen Soforthilfe nach Vergewaltigung Frauennotruf Frankfurt — Netzwerkmodell BW, HE, RLP, SN

Hinweis für NRW

In Nordrhein-Westfalen steht das standardisierte System iGOBSIS zur Verfügung. Es wird von den Gewaltschutzambulanzen und kooperierenden Kliniken genutzt. Informationen des Landes finden Sie bei Chancen NRW ↗.

Zum Laien-Leitfaden (einfache Sprache)

Weitere Fach-Materialien zu den folgenden Themen sind in Vorbereitung:

  • Account Recovery bei Identitätsdiebstahl (Google, Apple, Microsoft)
  • Phishing-Erkennung und forensische E-Mail-Analyse
  • IoT-Sicherheit und Smart-Home-Absicherung
  • Rechtssichere Dokumentation digitaler Gewalt

Wenn Sie Materialien beisteuern möchten, kontaktieren Sie uns: digitale-ersthilfe@novumanalytica.com

Das Cyber-Sicherheitsnetzwerk (CSN) des BSI bietet verschiedene Qualifizierungsstufen für ehrenamtliche und professionelle IT-Sicherheitsfachkräfte:

  • Digitale Ersthelfer und Ersthelferinnen: Grundqualifizierung für die erste Hilfe bei IT-Sicherheitsvorfällen.
  • CSN-Praktikerinnen und -Praktiker: Vertiefte Qualifizierung für die Analyse und Bearbeitung von Vorfällen.
  • Vorfallexpertinnen und -experten: Spezialisierung für komplexe IT-Sicherheitsvorfälle.

Weitere Informationen zur Qualifizierung und zu rechtlichen Grundlagen finden Sie hier:

Ransomware und Verschlüsselung:

Phishing und E-Mail-Analyse:

Netzwerk und Geräte:

Stalkerware-Erkennung:

Hinweis: Alle hier verlinkten Tools sind frei verfügbar. Für den Einsatz in rechtlichen Verfahren sollte immer eine qualifizierte IT-Forensikerin oder ein qualifizierter IT-Forensiker hinzugezogen werden, um die Beweiskette sicherzustellen.